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Tag der Forschung

[20|07|2017]

Am Donnerstag, 20. Juli 2017, richtete die Fakultät für Betriebswirtschaft zum zweiten Mal den „Tag der Forschung“ aus. Professoren der Hochschule München, aber auch Vertreter der Forschungsabteilung der Hochschule München sowie internationale Gäste fanden sich an einem Nachmittag zusammen, um sich über ihre jeweiligen Forschungsktivitäten zu informieren und auszutauschen. Wie einer der Teilnehmer auf die eigens dafür ausgelegten Moderationskarten schrieb, gab es "Forschung in all ihren Facetten!" Gerade die Themenvielfalt und die verschiedenen Perspektiven auf die BWL wurden sehr begrüßt – es gab unter anderem Einführungen in hochaktuelle Forschungsfelder wie Scrum, agiles Management oder Design Thinking – und in einigen Fällen eröffneten sich bislang unbekannte Synergiepotenziale. So lautete ein abschließendes Urteil einer Teilnehmerin: „Spannend mal über den Tellerrand hinaus zu gucken.“ – und ein weiterer Rat, „sich doch auch für andere Fakultäten zu öffnen“.

Inhaltlich wurde deutlich, dass sich das Thema „Vertrauen“ als roter Faden durch den Nachmittag und durch die verschiedenen Forschungsaktivitäten der Professoren an der Fakultät für Betriebswirtschaft spannte. Die verschiedenen Anwendungsfelder, in denen Vertrauen untersucht wurde, bezogen sich unter anderem auf das Marketing, das Crowd Funding und das Personalcontrolling.

Tag der Forschung 2017
Tag der Forschung 2017
Die Aussage „Es steckt halt doch überall Psychologie drin!“ fasst sehr gut zusammen, dass die weichen Faktoren der Unternehmensführung bzw. die zugehörigen Theoriebausteine aus Psychologie und Soziologie nicht nur eine Rolle spielen, sondern inzwischen ganz selbstverständlich in Forschung und Lehre einfließen.

An einer dieser Schnittstellen zu anderen Disziplinen gab es Impulse im Bereich der Bildung für Nachhaltige Entwicklung, ein Bereich, der zunehmend in der Ausbildung von Studierenden Bedeutung gewinnt.

Neue Einblicke
Neue Einblicke
Ein wichtiges Stichwort hierzu war die Verantwortungskompetenz, die im Rahmen von Interventionsstudien in Vorlesungen und Kursen gemessen werden kann; passende Instrumente werden dazu an der Hochschule München gerade entwickelt.

Besonders erfreulich war, dass zwei unserer Gastprofessoren sich ebenfalls mit Beiträgen einbrachten, so konnte man die jeweilige Partneruniversität besser kennen lernen und neue Kontakte knüpfen. Gordon Hunter von der University of Lethbridge, Canada gab einen beeindruckenden Überblick über seine Forschungsaktivitäten im Bereich „Small Enterprises“. Im Weiteren nahmen die Teilnehmer insbesondere vom Referenten der CalPoly University, Dr. Brian Tietje wertvolle Anregungen mit. Als er seine Heimatinstitution vorstellte – zwischen Los Angeles und San Franciso gelegen – führte er auch in die „Research Mission“ ein. Dies wurde als Impuls aufgegriffen, eine solches Leitbild auch für die Fakultät für Betriebswirtschaft zu entwickeln.

Die Veranstaltung ist auch ein Beispiel für die praktische Umsetzung von Themen der angewandten Ethik und der Nachhaltigkeit an Hochschulen.

Gordon Hunter von der University of Lethbridge
Gordon Hunter von der University of Lethbridge
Daher sorgte Ethica Rationalis e.V. als Sponsor für das leibliche Wohl der Teilnehmer. Die Organisatoren bedankten sich bei all jenen, die diesen Forschungstag möglich machten, insbesondere bei Thomas Heymel, dem Vertreter der Stiftung Pfennigparade – seine Begrüßung und Einführung in die Arbeit der Stiftung Pfennigparade war in gewissem Sinne weichenstellend für die Atmosphäre des Treffens: Es gehe stets darum, den anderen dort abzuholen, wo er seine Stärken habe; behinderte Menschen „wollen genau wie Sie eine Arbeit, die mit Wertschöpfung verbunden ist“.

Der nächste Forschungstag findet am Donnerstag, 1. Februar 2018 statt.

Prof. Dr. Christian Greiner